Dell erweitert AI Factory 2.0 mit Nvidia-B300-Servern und eigenem Dateisystem

Dell erweitert AI Factory 2.0 mit Nvidia-B300-Servern und eigenem Dateisystem
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Dell baut seine KI-Infrastruktur für Unternehmen aus und rückt On-Premises-Betrieb in den Mittelpunkt. Die neue AI Factory 2.0 bringt Server mit Nvidia-B300-Beschleunigern, zusätzliche Partnerintegrationen und ein eigenes Dateisystem für GPU-Workloads.

Dell hat die Erweiterung am 27. Mai 2026 auf seiner Hausmesse vorgestellt, wie heise online berichtet. Kern der Plattform bleiben validierte Komplettsysteme aus PowerEdge-Servern, PowerScale-Storage, PowerSwitch-Netzwerk, Kühlung, Managed Services und Software. Neu sind unter anderem die PowerEdge-Systeme XE9780L und XE9785L mit jeweils acht Nvidia-B300-Beschleunigern. Laut Michael Dell planen 85 Prozent der Firmen, generative KI-Workloads in den nächsten 24 Monaten on-premises auszuführen.

Mehr Partner für On-Prem-KI

Mit AI Factory 2.0 erweitert Dell die Plattform zugleich um Integrationen mit Nvidia, Intel, Google, Cohere, Hugging Face, Palantir und ServiceNow. Neben den B300-Systemen unterstützt Dell auch Nvidia RTX Pro 6000 sowie Intel-Gaudi-3-Beschleuniger im PowerEdge XE9680. Der Anbieter kombiniert die Hardware mit einem Open-Source-Stack aus PyTorch, Kubernetes, Grafana und Prometheus. Damit adressiert Dell Training, Inferenz und agentische KI in einer gemeinsamen Infrastruktur.

Für Unternehmen mit sensiblen Daten ist vor allem die neue Zusammenarbeit mit Google Cloud relevant. Dell will Gemini-Modelle on-premises bereitstellen, exklusiv für eigene Kunden. Laut heise online soll das mehr Kontrolle über Daten und Infrastruktur schaffen. Hinzu kommt Cohere North, eine Agentenplattform, die sich mit Dell-Storage und weiteren Datenquellen verbinden lässt. Als validierte Lösungen nennt Dell zudem Hugging Face, Palantir, Reflection, ServiceNow und SpaceXAI.

Eigenes Dateisystem für GPUs

Neben den Servern erweitert Dell auch die Datenebene. Zur Dell AI Data Platform kommen das Dell Data Lakehouse und das neue parallele Dateisystem Project Lightning. Das System ist auf GPU-Workloads ausgelegt und soll KI näher an operative Unternehmensdaten bringen. Ergänzt wird das Angebot durch PowerScale und ObjectScale, die bereits als Storage-Bausteine für größere KI-Umgebungen dienen. Dell verknüpft damit Rechenleistung, Speicher und Datenzugriff enger als in der ersten Ausbaustufe.

Breiter Katalog für KI-Stacks

Über den Katalog der Dell Automation Platform sollen weitere validierte KI-Lösungen von Mistral, Fogsphere, Ipsotek, UneeQ Digital Humans und Poolside bereitgestellt werden. Dell deckt damit Modelle, Agentenplattformen und Entwicklungswerkzeuge in einem gemeinsamen On-Prem-Ansatz ab. Die Vorstellung der AI Factory 2.0 erfolgte am 27. Mai 2026 im Rahmen der Dell-Hausmesse.